Geh nicht die glatten Straßen,
geh
Wege, die noch niemand ging
damit du Spuren hinterlässt
und
nicht nur Staub! (Jutta Ahlemann)
Für den Abschied habe
ich dieses Zitat von Jutta Ahlemann gewählt. Es ist ein Abschied
in physikalischem Sinne von einigen, bei denen die Schulwahl nicht
auf das DUS ausfiel, die ihre weiterführenden Schulen woanders
fortsetzen werden. Kein Abschied ist es aber bei mehreren, die im
selben Schulkomplex bleiben.
Doch ist es ein Abschied für
alle, weil der Abschluss der 8. Klasse einen Scheideweg, eine
Straßenkreuzung darstellt. In der Grundschule habt ihr die
Fähigkeiten in Lesen, Schreiben, Rechnen gelernt und gestärkt,
die Fertigkeiten in Zeichnen, Singen, Werken, Leibesübung
entwickelt und viele-viele Kenntnisse in verschiedenen
Unterrichtsfächern erworben.
Es ist so, wie mit dem Hausbau:
Die Grundmauern stehen schon, man hat Vorstellungen über das
künftige Aussehen des Gebäudes. Der Baumeister kann doch
nicht ruhen, weil das Dach, der Verputz und die Verzierung noch
fehlen. Um das alles fertig zu stellen braucht man Zeit und
Feinarbeit. Das wird bei euch die Aufgabe der weiterführenden
Schule sein. Ihr habt mit der Hilfe der Eltern für den weiteren
Weg entschieden. Vielleicht meint ihr, dass die Straßen für
euch glatt werden. Man darf sie aber nicht leicht nehmen. Beim
Hausbau kann man die Erfahrung machen, dass ohne Fleiß kein
Preis ist. Ihr würdet so fest mit Sicherheit nicht stehen, wenn
euch die Lehrerinnen und Lehrer zu weiteren Anstrengungen nicht
angeregt hätten. Nehmt ihre helfenden Mahnungen mit auf euren
Wegen! So könnt ihr die Zukunft für euch und für die
Gemeinschaft bauen. So werdet ihr "Spuren" und nicht nur
Staub hinterlassen, die erquicken und am Wege wie künstlerisch
geformte Denkmäler stehen. Nehmt die Munition, den Nachlass mit,
gleichwie ob hier oder woanders.
Dazu wünsche ich euch viel
Kraft, Ausdauer und Erfolge. Ihr seid und bleibt hier immer gern
gesehene Insassen und Gäste des Hauses. Auf Wiedersehen!

Nyolcadikosok ballagása 2001