Válogatás ünnepi beszédekből: Dr. Gábor Frank - Abschiedsfeier der Gymnasialklassen 1999

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Dr. Gábor Frank - Abschiedsfeier der Achtklässler 1999

Zuerst möchte ich mit einer Erklärung beginnen. Ich habe mich nur schwer für diese Ansprache entschieden. Es bleiben nämlich von den 52 Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse 80 Prozent, 42 Mädchen und Jungen in diesem Gebäudekomplex, sie ziehen nicht einmal in einen unbekannten Teil des Hauses, da sie auch früher viele ihrer Unterrichtsstunden im Gymnasium hatten. Sie nehmen weder von mir noch von ihren Lehrerinnen und Lehrern Abschied. Wozu dann dieser Aufwand, diese feierliche Veranstaltung? Was ändert sich mit diesem Tag?
Das zu modifizierende Schulgesetz wird wieder die achtklassige Grundschule stärken. Damit wird der Schulwechsel nach der achten Klasse legitimiert, offiziell anerkannt. Und es ist richtig so. Änderungen werden eintreten in den letzten Phase der schulischen Bildung, es werden neue Akzente gesetzt, die Vorbereitung auf den späteren Beruf bekommt eine größere Bedeutung, ihr könnt mit einem Anstieg der Anforderungen rechnen. Und in dieser Hinsicht ist es gleichgültig, wo ihr euere schulische Laufbahn fortsetzt. Hoffentlich seid ihr darauf sowohl psychisch als auch physisch hier im DUSCH gut vorbereitet worden.
Ich versuchte euere Klassenleiter für die Abschiedsworte zu gewinnen. Von ihnen als Klassenlehrer werden nämlich auch die hier Bleibenden Abschied nehmen. Ich kann sie sehr gut verstehen, weil es nicht üblich ist, weil sie nicht gewohnt sind, daß sie Ansprachen halten, sie bevorzugen lieber den vertrauten Kreis der Klassengemeinschaft, in der ihr die Worte für den weiteren Weg von ihnen hören werdet.
Zwei Gründe bewegten mich doch bei meiner Entscheidung. Ihr, Euere Eltern wollten diese feierliche Gestaltung des Lebewohls. Das Ende des achten Schuljahrs ist trotz Wechsel oder Hierbleiben ein Einschnitt. Die Klassengemeinschaften werden sich neu gestalten, da auch aus anderen Grundschulen neue Schülerinnen und Schüler dazukommen, und die Zusammensetzung der beiden neuen Klassen wird auch nicht mehr die alte bleiben.
Der triftigste Grund war aber, daß sich zehn Schüler, ihre Eltern für den Wechsel entschieden haben. Obwohl ich gut weiß, daß wir sie nicht ganz verlieren werden, daß wir sie an unseren Veranstaltungen treffen können, daß die starken Bande von nun an nicht gelöst werden können, doch werden sie ab September hier in diesem Schulhaus nicht präsent sein. Mögen euch verschiedene Motive zu euerer Entscheidung geführt haben, möchten wir hoffen, daß ihr die Werte, die euch hier vermittelt worden sind, nicht vergessen werdet, die vielfältigen Aktivitäten, die Zusammenarbeit an den Projekttagen, die Kultur- und Sportveranstaltungen, die gemeinsamen Feiern, die Einweihung des Schulzentrum, das Jubiläum. Ihr alle 52 seid mit dieser neuen Einrichtung herangewachsen. Das kann man nicht mit dem Schul- oder Schulstufenwechsel vergessen.
Ihr seid die ersten Achtkläßler, die im September 1991 größenteils hier begonnen habt. Erinnert ihr euch noch an den ersten Schultag, ohne Deutschlehrerin in den ersten paar Tagen? Wir Lehrerinnen und Lehrer tun es schon. Als mich Dani angesprochen hat: "Ich kenne dich, du hast meinen Onkel am Leöwey-Gymnasium unterrichtet." Als Babi-néni mit Euch auf dem Schulhof gespielt hat. Dann die schönen Programme beider Klassen in der Unterstufe, die guten Lernerfolge, Durchschnitte, die Freiarbeit mit Zsoka-néni, die landesweit als lernorganisatorische Methode bewundert wurde, die schönen Zeichnungen und Ungarischstunden mit Kati-néni und Edit-néni, die Klassenleiterstunden, in denen ihr euch ernst über Politik und Leben auseinandergestzt habt, dann die sportlichen Leistungen der Mädchen der A-Klasse im Baskettball, die Jungen der B-Klasse im Fußball, die Tanzvorführungen der Mädchen vor paar Jahren, der Backofen der A-Klasse auf dem Schulgelände als Denkmal der Projekttage 1998 und die Kochrezepte der B-Klasse, die Spuren, die Fußstapfen der Karateübungen von Reka an der Wand der Mädchentoilette, die besonderen Erlebnisse, die wir durch die Aufführungen der Theater-AG gewonnen haben, die Wettbewerbs-ergebnisse von Judit, Esther, Augustin und Zsolt, die ergreifende Abschiedsfeier der B-Klasse heute und nicht zuletzt meine schwierigen doch unvergeßlichen Geschichtsstunden in der A-Klasse. Diese subjektive Aufzählung erschöpft nicht ganz die Erlebnisse, die wir als Klassenlehrer, Lehrerinnen, Lehrer, Direktor mit euch genießen konnten. Wir hoffen nur, daß dadurch die menschlichen Bande zwischen gleich- oder ähnlich Gesinnten gestärkt wurden. So haben wir Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler unser Ziel erreicht. Mit dem großen Dichter Endre Ady können wir sagen:

"Ha élet zengi be az iskolát,
Az élet is derűs iskola lesz.
S szent frigyüket így folytatják tovább."

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