Kiemelt rendezvényeink a millenniumi időszakban ~ Koch Valéria emléknapok: Béla Szende - Über Valéria Koch (Projekt der Klasse 8.b)

Kiemelt rendezvényeink a millenniumi időszakban ~ Koch Valéria emléknapok: Die Neue Zeitung berichtet über den Rezitationswettbeverb Valeria Koch

Tartalomjegyzék

Az Iskola nyitólapja

Maria Wolfart-Stang (z.Z. Bonn) - Erinnerung an Valeria Koch

Lang, lang ist her...

Heute ist der 22. April - und du hast keine Geburtstagskarte an Vali geschickt? Das vierte Mal schon, dass du ihr keine mehr schicken kannst, dass ihre Adresse, ihre Telefonnummer nicht mehr in deinem Kalender steht. Ist das zu glauben;
"Lang, lang ist her?" Warum fällt mir heute eben diese kurze Zeile ein und der symbolisch letzte Gang durch unsere Schule, im Volksmund nur das Deutsche Gymnasium in Fünfkirchen, von uns einfach "die Leőwey" genannt? Ein Drehpunkt war jener 8. Mai des Jahres 1967, unser "Ballagás" (so nannten es nämlich auch unsere stolzen Eltern und Großeltern deutscher Zunge): unsere Freundschaft, gewachsen mit und in uns in den vier Gymnasialjahren, wurde auf die Probe gestellt. Wir sollten in den nächsten fünf Jahren weit voneinander, Vali in Szeged, Maria in Budapest das Studium in Deutsch und Ungarisch aufnehmen, um einmal das zu werden, was unsere hoch verehrten und geliebten Lehrerinnen wurden. Fest entschlossen glaubten wir - die Freundschaft siegt über die Entfernung.
Freundschaft - es war für uns ein Zauberwort, als wir mit 14 durch Zufall(?) im gleichen Klassenzimmer des damals erst sechs Jahre bestehenden Deutschen Klassenzuges des Klara-Leőwey-Gymnasiums saßen und entdeckt haben, wie wichtig es für uns ist, in unserer Muttersprache deutsch "richtig" sprechen und schreiben zu können. Als wir auf Entdeckungsreise gingen, "Unter den Linden auf der Heide", "Über allen Gipfeln ist Ruh", "Hälfte des Lebens", "Schilflieder", "Der Panther" und noch unzählige mehr markierten den Weg, den wir gemeinsam beschritten und gegangen waren.
An lauen Sommerabenden in Bawaz oder beim Kirmesbesuch in Surgentin ging es immer auch um das frisch gelesene Gedicht, den neusten Roman - doch bereits mit 15 last Du mir Deine eigenen Zeile vor, zaghaft, doch stolz und voller Erwartung auf Widerhall. Damals schriebst Du nur Ungarisch, melancholisch waren die ersten Gedichte, - bald aber überraschtest Du mich mit der Zeile, die ich seitdem im Sinne habe: "A folyóíg szenved a mező". Das ergriff mich so sehr, da spürte ich das Grauen, eine Vorahnung: Hier beginnt Dein Kampf mit dem Wort - für das Gedicht.
Du hast uns, Deine Schulkameraden oft beschenkt. Mal mit einer Übersetzung von Rilkes "Panther" ins Ungarische, wofür Du nicht nur das Lob von Mária néni einholen konntest, sondern auch die Zustimmung der Freundinnen im Ungarisch-Zirkel. Erschüttert hast Du uns, und noch mehr unsere Ungarisch-Lehrerin Anna, als damals am 3. Dezember, dem Todestag von Attila József "Requiem", ein wahres, reifes Gedicht zu ihm, Deinem Idol - aus Deiner Feder auf dem Lehrertisch lag.
Diskutiert haben wir immer, überall und über alles. Im Schulgarten, wo wir im Rahmen von "Polytechnik" gruben, pflanzten und jäteten, blieb auch Zeit für den neusten Film mit Latinovits, das aktuelle Theaterstück, den Bartók- Balettabend von Imre Eck oder eben dafür, wie verdammt schwer es sein kann, Hörderlin oder Rilke ins Ungarische zu übersetzen. Die Sprache - sie faszinierte uns, und wir hatten es schwer, wenn es darum ging, was wohl unsere Muttersprache ist. Die vertraute heimische Mundart des Alltags, oft auch der Träume noch, das geliebte Ungarisch, in dem wir lesen und schreiben und Himnusz und Szózat lernten; oder eben das mit Müh und Fleiß erworbene Hochdeutsch, durch das sich uns neue Welten erschlossen hatten, wo wir mit den ersten zaghaften Schritten immer mehr sicheren Boden unter den Füßen spürten?
Der innere Film der Freundschaft läuft weiter, die Bilder türmen sich, es fällt mir schwer, die schönsten, die wichtigsten hervorzuholen. Da sehe ich eine strahlende junge Journalistin.
"Sie kommt von der Neuen Zeitung, kann aber auch selber Gedichte schreiben"- es spricht sich herum unter den Schülern der frischgebackenen Lehrerin, als die beiden - eben Vali und Maria - in gemeinsamer Aktion eine Austellung aus den Illustrationen ungardeutscher Schüler zu deutschen Gedichten organisieren - in ihrer alten Schule, der "Leőwey" - und eines der oben genannten Gedichte heißt "Kindheit", geschrieben von Valeria Koch.
Mit stiller Freude überreichst du uns - da hieß ich schon Wolfart und wir freuten uns mit János über unsere kleine Tochter Anna - dein Kind, das hieß "Zuversicht - Bizalom". In der Widmung des ersten, lang ersehnten Gedichtbandes steht auch "Hoffnung in Freundschaft und Zuversicht". Die beiden Zauberwörter? Sie halfen dir so oft - du brauchtest sie so oft?
Die letzte Begegnung am Krankenbett - da konntest du nur noch - mit großer Mühe schreiben, sprechen nicht mehr.

Kiemelt rendezvényeink a millenniumi időszakban ~ Koch Valéria emléknapok: Béla Szende - Über Valéria Koch (Projekt der Klasse 8.b)

Kiemelt rendezvényeink a millenniumi időszakban ~ Koch Valéria emléknapok: Die Neue Zeitung berichtet über den Rezitationswettbeverb Valeria Koch

Tartalomjegyzék

Az Iskola nyitólapja